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Masters Weltmeisterschaft 2019 Beitostolen, Norwegen

Graber Paul 29.03.2019

Ich war noch niemals in New York….sorry, in Norwegen! Das müsste eigentlich noch möglich sein! So kam es, dass ich mich nach Gleichgesinnten umzusehen begann und dabei mehr zufällig auf Urs Balmer,  (CEO der self-fitness.ch Firmengruppe)  aufmerksam gemacht wurde, der schon viel früher eine kleine Gruppe LL Begeisterter um sich geschart hatte mit dem Ziel „Beitostolen“. Flugs gründeten wir unter dem Namen „self-fitness.ch-NSK Nordic Ski Team“ eine verschworene Truppe mit dem harten Kern von 8-10 Mitgliedern und 2-3 lose verbundenen „Mitläufern“,  für viele gemeinsame Trainings (ausser auf SKIKES, gäu Urs) und freuten uns auf die professionelle  Unterstützung von Seraina Mischol sowie von Remo Fischer für die lauf- und wachstechnischen Feinheiten im Training und Wettkampf.

Am 6. März war es dann soweit, die Mission Beitostolen nahm ihren Anfang mit der von Sandoz Concept organisierten Reise nach Norwegen. Dabei waren Urs, Ueli, Marco, Michu mit Eli, Thomas, Barbara, Stephan und ich plus Patrick und Hans, alle NSK! Unser Bus Chauffeur wollte dann aber nicht unbedingt zum Flughafen sondern fuhr seelenruhig  Richtung St. Gallen daran vorbei, was dann eine schüchterne Anfrage aus dem hinteren Bereich des Busses auslöste…, gemeinsam fanden wir dann doch noch die Flughafenvorfahrt!

Der Flug nach Oslo und die Busfahrt weiter nach Beitostolen verliefen dann planmässig, abgesehen von der Husterei im Flieger…! (Vorahnung?)

Beitostolen ist eigentlich eine nordische Weltcupstation. Da stellt man sich nicht unbedingt ein verschlafenes Dörfchen mit 350 Einwohnern vor, ohne Arzt, ohne Apotheke, ohne Spital, aber mit einem grossen Hotelkasten. Unser Zimmer war richtig gross, Hallenbad und Fitnessraum im UG ok, das Essen, na ja, jeden Abend ein grosses Buffet, aber jeden Abend dasselbe, nur in anderer Reihenfolge aufgetischt, immerhin immer Pasta dabei, Dessert dito..! Und meistens kein Netz am Handy, nur in der Nähe der Reception!

Leider war der grössere Teil unseres Nordic Ski Teams in Appartements etwas abseits vom Zentrum untergebracht, so dass der Zusammenhalt nicht optimal - und auch das gemeinsame Abendessen nicht möglich war. Schade, das müssten wir im nächsten Jahr schon bei der Buchung im Auge behalten!

Das nordische Zentrum war so etwas wie Ulrichen, ein kleines Beizli und ein paar Garderoben, thats all!

Dafür liess die Besichtigung der Wettkampfstrecken mit 3 unterschiedlichen Runden à je 5km dann doch etwas wie Weltcupstimmung aufkommen, hatten doch die Runden 2 und 3 einige sehr anspruchsvolle, lange Steigungen, die insbesondere bei den älteren Semestern einiges an Stirnrunzeln verursachten.

Das Wetter war sehr wechselhaft, öfter mal leichter Schneefall bei einigen minus Graden und windig, am Ruhetag dann wolkenlos blau, von Mittwoch auf Donnerstag ca. 30cm neuer Pulverschnee, sehr feinkörnig, fast mini Kugellager, die Loipen weich und verweht oder vom Wind geschliffen, echt nordisch eben.

Meine Rennen sind schnell zusammengefasst:

Beim Ersten, dem 15km Skating habe ich schnell festgestellt, dass in meiner Kategorie etwa 4-5 Läufer um die Medaillen mitreden könnten, waren dann aber auf der letzten Runde nur noch zu Dritt. Ich konzentrierte mich auf die Schlusssteigung vor dem Ziel für meinen Angriff aus der 3. Position, dabei unterschätzte ich die (vorgängig besichtigte) 180 Grad Kurve davor, musste kurz zu Boden (wie Dario) und weg waren Gold oder Silber..!

Beim Zweiten, dem 10km Skating war wohl bereits ein Käfer in mir, hatte schwere Beine und scheinbar stumpfe Skis und war chancenlos – am Abend hatte ich 38 Grad Fieber..!

Das hiess für mich Ende der WM, keine Staffel, kein Langdistanzrennen, nur noch NeoCitran und warten auf die Heimreise!   Die Schweizerdelegation umfasste ca.  50 Teilnehmer und war mit Total 17 Medaillen sehr erfolgreich, in der Nationenwertung auf Rang 9 von 25 Nationen.

Im self-fitness.ch-NSK Nordic Ski Team waren einige zum ersten Mal an einer Masters WM dabei und kämpften gemäss nachstehendem Auszug sehr erfolgreich, die wertvollen Erfahrungen werden früher oder später zu  Medaillen führen!!

Barbara im 10km u. 30km klassisch 6.! u. 13.! / Ueli im 30km Skating 9.! / Marco im 10km u. 30km Skating 20. u. 25! /Michu im 10km, 30km u. 45km Skating 18.,19. u. 26.! /Urs im 10km klassisch 31.! / Thomas im 10km, 30km u. 45km Skating 28., 35. u. 37.! / Stephan im 10km, 30km u. 45km Skating 18., 22. u. 22.! / Hans im 10km, 15km u. 30km Skating  7., 7., u. 10.! / Patrick im 10km u. 30km Skating je 29.!

Die Resultate können unter www.beitoworldcup.com nachverfolgt werden.

Für mich bleibt trotz der gewonnenen Bronce Medaille wieder mal ein bitterer Nachgeschmack zurück und das Gefühl, so nicht aufhören zu können…!? Habe was im Hinterkopf, ist aber noch geheim..! See you in …!